Born

Konfession: katholisch (jüdischer Herkunft)

Adelstitel: 1880 österreichischer Freiherrnstand für Julius (Freiherrn von) Born (1840–1897), Bankier in Berlin und Direktor der Berlin-Stettiner Eisenbahn (als Träger des Ordens der Eisernen Krone 2. Klasse)

Born war auch Großgrund- und Bergwerksbesitzer in der Krain. Von seinen Söhnen Friedrich und Karl wurde ersterer im Holocaust ermordet. Die Familie besaß sowohl die deutsche als auch ungarische Staatsbürgerschaft. Wann sie konvertierte, ist bislang nicht bekannt. Bemerkenswert ist, dass die Familie noch 1941 im Gotha erscheint; vielleicht hoffte sie, sich durch eine Initiativaufnahme und den Hinweis auf ihren katholischen Glauben (die jüdische Herkunft wurde im Familienartikel nicht erwähnt) vor Verfolgung zu sichern.

Literatur: Adelslexikon, Bd. 2 (= Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 58), Limburg a. d. Lahn 1974, S. 15; Peter Frank-Döfering (Hg.), Adelslexikon des österreichischen Kaisertums 1804–1918, Wien etc. 1989, S. 250; Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Bd. 91 (1941), Teil B, S. 36; Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser, Reihe B, Bd. 6 (= Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 62), Limburg/Lahn 1976, S. 60–62

Internetressource: Beitrag »Auf den Spuren der Barone von Born« von 2010 auf der Website des ORF (über den Gutsbesitz der Familie im heute slowenischen Jelendol bei Tržič, mit Foto der Grabstätte für die Barone Julius und Karl von Born)