Löwenstein (Frankfurt)

Konfession: jüdisch

Adelstitel: 1893 portugiesisches Baronat [nicht erblich] für Ludwig (auch: Louis) Adolf Löwenstein († 1907), Juwelier und persischer Generalkonsul in Frankfurt am Main; der Titel wurde in Großbritannien nicht anerkannt; 1899 Erneuerung des Baronats für die Tochter des vorigen, Anna Wilhelmina Flora Löwenstein (Lebensdaten unbekannt)

Der Adelserwerber war längere Zeit in London ansässig gewesen, ehe er nach Frankfurt remigrierte, und hatte 1867 die britische Staatsbürgerschaft erworben. Er war ein Sohn von Abraham und Neffe von Marcus Löwenstein (Söhne von Feist Löwenstein in Langendiebach), die 1849 in Frankfurt auf der Zeil die Firma Gebrüder Löwenstein gründeten, eine Kunst-, Antiquitäten- und Juwelenhandlung. Siegfried Adolf Löwenstein, mexikanischer Generalkonsul in Frankfurt, war ein Bruder des Barons, ihr Bruder oder Cousin war sicherlich Leopold Adolph Lowenstein (* Frankfurt 1852), Diamantenhändler in London.

Literatur: Alexander Dietz, Stammbuch der Frankfurter Juden. Geschichtliche Mitteilungen über die Frankfurter jüdi­schen Familien von 1349–1849, Frankfurt am Main 1907, S. 188 u. 399; Nobreza de Portugal, Bd. 3, Lissabon 1961, S. 555; Francisco de Vasconcelos, A Nobreza do século XIX em Portugal (= Colecção Estudos de Genealogia, Heráldica e História da Família, Bd. 14), Porto 2003, S. 222; Kai Drewes, Jüdischer Adel, 2013, bsds. S. 320–323

[1] Er könnte